Was ist Shiatsu und was kann man damit behandeln?

 

Shiatsu ist eine ganzheitliche manuelle Behandlung, bei der der Fluss der Energie in den Energiebahnen, den Meridianen, gefördert wird. Gestaute Energie führt zu Schmerzen und Dysfunktion, die sich in mannigfaltigen Symptomen äußern kann. Insbesondere idiopathische Beschwerden, für die die westliche Schulmedizin keinen Auslöser feststellen kann, sind mit Shiatsu meistens gut behandelbar. 

 

 

Wie  geht eine Behandlung vor sich?

 

Die Behandlung erfolgt auf einer elastischen Matte am Boden (eine Liege ist vorhanden für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen). Es wird in jeder Sitzung der gesamte Körper behandelt, nicht nur evt. schmerzende Bereiche. Bitte tragen Sie zur Behandlung bequeme, nicht einengende Kleidung - möglichst aus Naturfasern - und warme Strümpfe.   Sie können gerne bei Bedarf die In meiner Praxis vorhandenen Jogginghosen (Größe M und XL) sowie Wollstrümpfe unentgeltlich benutzen.

 

In der Behandlung werden verschiedene Drucktechniken kombiniert. Möglich ist sanftes Auflegen der ganzen Hand, Einsinken der Daumen oder mehrerer Finger, des Ellbogens oder des Knies - in besonders muskulöse Bereiche - je nach dem Bedürfnis des Behandelten. Die Hände werden dabei im Sinne von "Mutter-Kind-Hand" eingesetzt: Eine Hand verweilt und lauscht, gibt Ruhe und Geborgenheit wie eine Mutter. Die andere Hand wandert ein Stück entlang des Meridians, kehrt zur "Mutter" zurück und geht wiederum weiter wie ein neugieriges Kind. Durch die beiden unterschiedlichen, gleichzeitig stattfindenen Impulse werden beide Stellen energetisch angeregt und verbunden.

 

Auf Ihre schmerzenden Bereiche gehe ich besonders achtsam ein. Weiterhin fördern Rotationen der Hüft- und Schultergelenke sowie Dehnungen der Gliedmaßen den Energiefluss. Im Körper gibt es viele unvermutete Verbindungen. So löst oftmals die Arbeit an einer Stelle wie z. B. dem Fußgelenk, Entspannung in einem anderen Bereich, z. B. dem Nacken, aus.  

 

Wie wirkt Shiatsu?

 

Die Reise mit Shiatsu durch den gesamten Körper intensiviert die Selbst-Wahrnehmung und damit verbunden oft auch die Dankbarkeit für den Reichtum an Empfindungen und das Wunder unserer körperlichen Existenz. Dabei treten dann allgemeine, psychische oder Lebensführungs-Probleme oft in den Hintergrund oder verlieren an Brisanz. Man fühlt sich insgesamt ausgeglichener, auch ohne dass sich an der aktuellen Situation etwas geändert hat.

 

Nach mehreren Shiatsu-Behandlungen verändert sich die Verarbeitung der sensorischen Empfindungen im Gehirn. Diesen wird wieder mehr Priorität eingeräumt. Das bedeutet, dass auch im Alltag eine erhöhte Körperwahrnehmung entsteht und oftmals negative Empfindungen, verursacht durch Stress und einseitige Belastung, endlich wieder ins Bewusstsein durchdringen können. Im ersten Moment mag dies als Nachteil von Shiatsu erscheinen. Es ist jedoch die Voraussetzung, um krankmachende Einflüsse zu erkennen und ihnen aus dem Weg zu gehen bzw. sie zum eigenen Wohle zu verändern. 

 

Was unterscheidet Shiatsu von Physiotherapie?

 

Shiatsu ist mehr als eine Massage. Die Präsenz und Achtsamkeit während der Behandlung fokussieren sich nicht allein auf körperliche Strukturen. Auch seelische Not kann wahrhaft körperliche Schmerzen verursachen. Genauso wichtig ist mir daher ggfs. das Ansehen der Lebensthemen im Vor- oder Nachgespräch.  So wirkt Shiatsu ganzheitlich, stärkt auf wohltuende Weise den Körper und erfrischt und erfreut Geist und Seele.

 

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© Heilpraktikerin Veronika Unger, Dipl.-Shiatsu-Praktikerin seit 2001, GSD-Mitglied und BDHN-Mitglied, 80469 München, 2016

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